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Paulusgemeinschaft im Bistum Münster

Die Paulusgemeinschaft, zu der gegenwärtig 97 Mitglieder gehören, will in gegenseitiger Hilfe von Priestern und Laien Antworten suchen auf die Fragestellungen, die sich aus der zunehmenden Entfremdung des Christentums zu den gesellschaftlichen Gegebenheiten der Gegenwart ergeben. Ihre Mitglieder wollen aus der Erfahrung eines tragenden Glaubens an den von Jesus und in Jesus verkündeten Vater-Gott Zeugnis geben in Familie, Beruf, Kirche und Politik. Das geschieht immer in Achtung vor anderen Lebensentwürfen, anderen Glaubenserfahrungen oder anderen Wertvorstellungen, sofern diese sich nicht dem Dialog und dem gegenseitigen Respekt entziehen.

Dazu dienen enge Kontakte unter den Mitgliedern, die sich regelmäßig in regional gegliederten Gruppen treffen und einmal jährlich zur Vollversammlung zusammenkommen. Priorität hat dabei die Schriftlesung und das gemeinsame Gebet.

Da die Gemeinschaft sich um Offenheit und besonders um die Einheit der Kirche (Ökumene) bemüht, ist die Mitgliedschaft nicht nur an eine Konfession gebunden. In der Gemeinschaft werden theologische und spirituelle Extreme und die Verpflichtung zu bestimmten Frömmigkeitsformen vermieden. Ihre Glaubensorientierung sucht sie allein im Evangelium. Sie steht nicht nur Angehörigen akademischer Berufe offen. Mitglieder hat sie auch in anderen Bistümern. Mit den unterschiedlichen Erfahrungen ihrer Mitglieder auf einer großen Breite von Berufsfeldern sucht sie nach Ausdrucksformen der christlichen Verkündigung, die heute verstanden werden.

Die Gemeinschaft findet ihren Ausdruck:

  • in den regelmäßigen Gruppentreffen und den Vollversammlungen.
  • im täglichen Gebet – auch in den Anliegen der Gemeinschaft.
  • im täglichen Lesen in der Heiligen Schrift.
  • in der Bereitschaft, einen Teil des Einkommens, den jeder selbst festlegt, für Gemeinschaftsaufgaben der Caritas und des kirchlichen Lebens zu geben.

In den 1950er Jahren wurde von Mitgliedern der Paulusgemeinschaft ein Studentenheim in Münster nach Plänen des Bildhauers und Architekten Hans Dinnendahl erbaut. Es erhielt dann als Anbau eine ebenfalls von Hans Dinnendahl entworfene und vollständig gestaltete Kapelle. Diese dient heute gemeinsamen Gottesdiensten der Studierenden des Hauses und den Mitgliedern der Paulusgemeinschaft. Gemeinsam werden auch Feste des Hauses begangen und Vortragsveranstaltungen organisiert.

Das Studentenheim wird heute durch eine im Jahr 2015 gegründete Stiftung der Paulusgemeinschaft getragen und durch freiwillige Spenden eines Fördervereins unterstützt.